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Abhängigkeit von Tagesgeldzinsen und Leitzinsen

Tagesgeldzinsen und Leitzinsen

Der Leitzins wirkt sich insbesondere auf die Zinsen täglich fällig werdender Geldanlagen wie Tagesgeld aus. Leitzinsanpassungen führen regelmäßig zu Anpassungen der Tagesgeldzinsen bei den Anbietern.

Zur Steuerung der Geldpolitik dient der Leitzinssatz und sagt aus zu welchem Zinssatz sich Banken von der Zentralbank Geld leihen können. Festgelegt wird der Leitzins von der Europäischen Zentralbank (EZB). Jeden Donnerstag tagt die EZB und beschließt ggf. eine Anhebung oder Absenkung der Leitzinsen.

Die Höhe des Leitzinses gibt ganz klar den Trend für die Tagesgeldzinsen vor, wenn auch eine absolute Abhängigkeit nicht besteht. Die grafische Darstellung zeigt recht deutlich, dass wenn der Leitzinssatz gesenkt wird, i.d.R. auch die Tagesgeldzinsen dieser Vorgabe folgen.

Inwieweit die Tagesgeldbanken der Vorgabe von der EZB folgen hängt aber auch von weiteren Faktoren ab. Denn die Banken leihen sich nicht nur Geld von der Zentralbank sondern beziehen ihre Finanzmittel auch aus anderen Quellen. Zudem spielt die Strategie der Banken und die gegenwärtige Konkurrenzsituation eine wichtige Rolle.

Was ist der Leitzinssatz?

Was ist der Leitzins

Der Leitzinssatz gibt an, unter welchen Bedingungen sich Kreditinstitute bei Noten- und Zentralbanken Geld leihen können. Dadurch Anpassung des Leitzinses kann auf wirtschaftliche Gegebenheiten reagiert werden um z.B. einer Inflation / Deflation entgegenzuwirken oder um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.

EZB Leitzins-Anpassungen:

Veränderung des Zinssatz der EZB für Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins)

seit 03.11.2011 - 1,25%

07.07.2011 bis 02.11.2011 - 1,50 %

07.04.2011 bis 06.07.2011 - 1,25 %

07.05.2009 bis 06.04.2011 - 1,00 %

02.04.2009 bis 06.05.2009 - 1,25 %

11.03.2009 bis 01.04.2009 - 1,50 %

21.01.2009 bis 10.03.2009 - 2,00 %

10.12.2008 bis 20.01.2009 - 2,50 %

12.11.2008 bis 09.10.2008 - 3,25 %

15.10.2008 bis 11.11.2008 - 3,75 %

09.07.2008 bis 14.10.2008 - 4,25 %